Die Berliner Currywurst

Currywurst Bild vergrößern Currywurst (© picture alliance / dpa) Für den Berliner ist die Currywurst mit gewürztem Ketchup mehr als eine schnelle Mahlzeit: Currywurst ist Überlebensmittel, Tradition und regionale Spezialität. Ob mit Schrippe, Pommes frites mit oder ohne Mayo, oder ganz puristisch solo. Im Darm oder ohne, fix-fertig in Stücke geschnitten oder im ganzen.
In Berlin wurde die Currywurst nach dem Krieg erfunden, als abgeschlagene Rivalen im Ringen um den Ursprung gelten Hamburg und die Städte des Ruhrgebietes.

Grundlage ist immer eine gebratene Brühwurst, vorwiegend aus Schweinefleisch bestehend mit Zugabe von etwas Rind- oder Kalbsfleisch. Die Sauce besteht aus Ketchup und Currymischung. Diese Mischung und weitere Gewürze sind das Geheimnis jeder erfolgreichen Currywurstbude.

Sogar zu einem eigenen Museum hat es die Currywurst in Berlin gebracht. Unweit des Checkpoint Charlie in „Mitte“ kann sich der Besucher kundig machen und natürlich auch am hauseigenen Stand probieren. Nach Schätzungen werden in Deutschland jährlich etwa 800 Millionen Currywürste verzehrt, davon allein in Berlin 70 Millionen.

Bild vergrößern Für kulinarische Selbermacher hier ein erprobtes Hausrezept, das etwa 600 mL Sauce ergibt.

Zutaten (Sauce für 6-8 Würste):

5 EL Olivenöl 1 EL (gestr.) Cayennepfeffer
2 EL Tomatenmark (Tube)2 TL Orangenzesten (auch Zitrone)
1 Schalotte, fein gehackt2 Spalten Sternanis
1 Knoblauchzehe, fein geschnittenEinige Cardamom-Körner
1-2 EL Currypulver (Madras) 1-2 TL Gekörnte Brühe
150 mL Blutorangensaft 150 mL Ketchup; Salz, Pfeffer.

Zubereitung:

Eine Sauteuse (oder kleinen Topf) auf kleiner Flamme erhitzen, Olivenöl zugeben. Die Schalotte und den Knoblauch 2 Minuten andünsten. Dann das Tomatenmark zugeben, weitere 3 Minuten bei mäßiger Hitze anschwitzen, gelegentlich umrühren. Currypulver zugeben, weitere 2 Minuten sanft erhitzen, nicht verbrennen. Zum Schluß die Orangenzesten (bzw. Schalenabrieb) hinzugeben. Sternanis und Cardamomkörner mit etwas grobem Salz im Mörser leicht anstoßen, zufügen.

Den Orangensaft zugeben, gekörnte Brühe unterrühren, Ketchup zugeben, bedeckt vorsichtig aufkochen, dann Flamme ausschalten und die Sauce 30 Minuten ziehen lassen. Wer möchte, läßt währenddessen eine Scheibe Ingwer „mitbaden“.

Abschmecken mit wenig Salz, Pfeffer, und etwas weiterem Currypulver oder Paste nach Geschmack. Die Konsistenz der Sauce mit Wasser (100 – 300 mL) anpassen. Sauce durch ein grobes Sieb in das Serviergefäß geben, um Zwiebel, Knoblauch usw. zu entfernen; oder aber die Sauce mit dem Mixstab pürieren.

Die Würste braten: Als Würste eigenen sich Brühwürste aus Schweinefleisch mit Zugabe von etwas Rind- oder Kalbfleisch. Würste langsam braten oder grillen, während die Sauce zieht.

Curry-Varianten:

Beim Curry können Sie ganz nach Geschmack und Menge variieren. Auch Currypasten (gelb, rot, thailändisch...) sind geeignet. Wer die Sauce sanfter mag, reduziert den Cayennepfeffer-Anteil und nimmt ein mildes Curry; wer es scharf mag, gibt Chilischoten hinzu.

Herkunft der Zutaten:

Traditionsbewußte Genießer achten darauf, daß der Ketchup aus Werder an der Havel stammt, und die Würste aus Thüringen.

Copyright: Auswärtiges Amt

Berliner Currywurst

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