MP3 - Die Revolution der Musik

MP3-Player Bild vergrößern MP3-Player (© picture-alliance/ dpa) Stundenlang Musik hören, immer und überall, das ist vor allem deutschen Wissenschaftlern zu verdanken. Was Ende der Siebziger Jahre an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit ersten Forschungen zur Übertragung von Tonsignalen über Telefonleitungen begann, wurde ab der Mitte der Neunziger Jahre unter Mitarbeit der Fraunhofer Gesellschaft zum Welterfolg: Das MP3-Format. Plötzlich waren lange, komplexe Musikstücke in kleinen Dateien speicherbar.

Der Erfolg des Forscherteams um Prof. Karlheinz Brandenburg ist vor allem auf einer neuen, innovativen Denkweise begründet. Anstatt eine kürzere Codesprache für Audiodateien zu entwickeln, machte sich das Team Gedanken zu deren Zusammensetzung. Sehr leise Töne, die neben sehr lauten abgespielt werden, oder geringe Unterschiede in der Tonhöhe eines Tons zum nächsten werden vom Menschen nicht wahrgenommen. Alle diese verzichtbaren Töne werden bei MP3 speziell gefiltert. Somit kann die Musikdatei um ein vielfaches verkleinert werden und umfasst dabei nur ein Zwölftel der Größe herkömmlicher Formate.

Heute ist MP3 der weltweite Standard. Das Format überwindet selbst langsame Internetverbindungen und passt außerdem auf mobile Geräte mit beschränktem Speicherplatz. Musik ist dank dieser jungen Erfindung so unabhängig von Ort und Zeit, wie nie zuvor.

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