Ein besonderes Erlebnis: Dresden im Advent

Historischer Weihnachtsmarkt im Dresdner Stallhof Bild vergrößern Historischer Weihnachtsmarkt im Dresdner Stallhof (© picture-alliance/ZB) In der Adventszeit vereint Dresden all das, was in Deutschland und vor allem in Sachsen mit Weihnachten verbunden wird: Christstollen, Pfefferkuchen, Stufenpyramiden, Räuchermänner, Lichterengel und vieles mehr. Der Dresdner Striezelmarkt - Deutschlands ältester Weihnachtsmarkt - wartet bis Heiligabend mit Spielzeug und Baumschmuck aus dem nahen Erzgebirge auf - und mit vielen Spezialitäten aus anderen Gegenden.

Handgefertigten Sterne und die berühmten Schwibbögen (Schwebebögen), geschwungene Lichtergirlanden, tauchen zahlreiche Fenster, Terrassen und öffentliche Gebäude in romantisches Licht. Das mit anderthalb Metern Durchmesser größte Exemplar überstrahlt in der Laterne der Frauenkirche die barocke Silhouette, die einst Canaletto malte. Vom Hauptbahnhof bis in die Neustadt reihen sich festlich geschmückte Buden aneinander, an denen Plauener Spitze, Freiberger Zinn, Töpferwaren, Handspielpuppen und mundgeblasenes Glas verkauft werden. Nach Bratäpfeln, Glühwein und gebrannten Mandeln riecht es auch in dem ein oder anderen Stadtteil. Kleinere Märkte wie am Elbhang im Künstlerviertel Loschwitz gelten noch als Geheimtipp.

Mittelaltermarkt in Dresden Bild vergrößern Mittelaltermarkt in Dresden (© picture-alliance/ZB) Eine besondere Attraktion ist das Stallhöfische Adventsspektakel (27. November bis 21. Dezember) im Stil der Renaissance. Im Schein von Fackeln und Ölfunzeln können heißer Met, gekochter Apfelsaft und Süßigkeiten beim Mandelbräter und Mokkakocher verköstigt werden. Parfümöre, Laternenbauer, Ikonenmaler, Silberschmiede oder Steinschleifer bieten ihre Waren feil, an den Wochenenden sorgen Gaukler, Komödianten und Spielleute für Stimmung.

Nicht volkstümlich, sondern besonders edel geht es im Residenzschloss zu. Die Pretiosen im Historischen Grünen Gewölbe, der weltweit prächtigsten Schatzkammer, lassen erahnen, was einst auf dem königlichen Gabentisch lag. Der «begehbare Tresor» ist vom 28. November bis 14. Dezember länger und jeweils freitags und samstags bis 20.30 Uhr und am Silvestertag bis 18.00 Uhr geöffnet. Jeder, der will, soll auch eines der begehrten Tickets für das Juwel der Staatlichen Kunstsammlungen bekommen.

572. Dresdner Striezelmarkt Bild vergrößern 572. Dresdner Striezelmarkt (© picture-alliance/ZB) Ein musikalischer Hochgenuss sind die Aufführungen von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium durch den Dresdner Kreuzchor in der Kreuzkirche. Die berühmten Sängerknaben gestalten auch zwei Christvespern am Heiligabend. Am Vorabend stimmen Kruzianer, Philharmonie und Solisten bei der Weihnachtlichen Vesper vor der wieder aufgebauten Frauenkirche auf das Fest ein.

Dresden im Advent

Weihnachtsmarkt in Augsburg